Was versteht man unter KVP?

KVP beschreibt die stetige Verbesserung der Produkt-, Prozess- und Servicequalität als Bestandteil des Qualitätsmanagements, angelehnt an die Philosophie von Kaizen.

Der KVP ist heutzutage eine wichtige Managementmethode und bedeutender Bestandteil des Qualitätsmanagements sowie der Prozessoptimierung. Hauptziel ist, wie der Name bereits verrät, die dauerhafte Verbesserung und Optimierung einzelner Prozessschritte und schlussendlich ganzer Prozesse, wodurch sowohl die Qualität als auch die Effektivität gesteigert werden soll.

Ursprünglich stammt die Methode aus Japan, wo nach Ende des Zweiten Weltkrieges aufgrund der Güterknappheit eine Mentalität zur Produktivitätssteigerung (Kaizen) entstand, die später von der westlichen Wirtschaft aufgegriffen wurde.

Grundidee hinter diesem Prozess ist, dass jeder einzelne Mitarbeiter im Rahmen seiner Möglichkeiten kleine Verbesserungen umsetzen und weiterentwickeln soll, was am Ende die Situation des gesamten Unternehmens nach vorne bringt. Das müssen keine großartigen Veränderungen sein, denn es geht um schrittweises Verbessern im kleinen Rahmen, wo allerdings alle Mitarbeiter miteinbezogen werden. Das Verbesserungspotenzial ist unendlich und daher ist KVP auch nicht zeitlich begrenzt.

In der Praxis bedeutet die Umsetzung von KVP: bessere und angenehmere Arbeitsbedingungen, Gefahrenpotenziale ermitteln, gesundheitsschädigende Verhaltensweisen unterbinden, mehr Ordnung und Struktur schaffen, …

Entwickelt und Umgesetzt werden diese Verbesserungsmaßnahmen durch Qualitätszirkel, KVP-Teams, Ideenworshops, Kollaboration und Teamwork – jeder muss hier mithelfen und jeder kann etwas zur Verbesserung beitragen.

Der KVP-Prozess

1. Chancenanalyse

Im ersten Schritt erfolgt eine umfassende Analyse des IST-Zustandes und die systematische Suche nach etwaigen Problemen in Abläufen und Prozessen und der damit verbundenen Suche nach Lösungsansätzen. Dies geschieht beispielsweise durch interne Workshops oder Qualitätszirkel. Ziel dieser Phase ist die Identifizierung der Chancen für die Prozessoptimierung.

2. Ideengenerierung & Ideenentwicklung

Im zweiten Schritt werden mithilfe von Kreativitätstechniken konkrete Ideen generiert und zu Konzepten weiterentwickelt. Hier geht es um die Schaffung von Lösungsvorschlägen und Konzepten.

3. Evaluierung und Bewertung

In Phase drei werden die in Schritt zwei entwickelten Ideen und Konzepte auf ihre Durchführbarkeit und Problemlösungspotenzial geprüft. Wenn die Ideen als geeignet bewertet werden, gehen sie in Schritt vier über.

4. Umsetzung und Implementierung

In der letzten Phase des Prozesses erfolgt die Umsetzung und Implementierung der besten Ideen und Konzepte.