Teaming vs. Teamwork: Willkommen im nächsten Level!

Teaming vs. Teamwork: Willkommen im nächsten Level!

Produktives Teamwork ist das A und O einer jeden Arbeitsgruppe. Wir investieren viel Zeit darin, unsere Kollegen kennenzulernen, ihre Stärken und Schwächen zu verstehen und mit unseren auszugleichen. Je besser ein Team miteinander arbeitet, umso höher ist die Effizienz und umso befriedigender die erbrachten Leistungen. Nun befinden wir uns aber in einem sehr schnelllebigen Zeitalter, wo flexible Arbeitszeiten, Home Office und freie Projektarbeit eher Standard sind, als langfristig und täglich 8 Stunden nebeneinander sitzende Kollegen. Teaming ist die Antwort: So verwandelt man Fremde schnell in ein Team.

Business School Professorin Amy Edmondson beschäftigt sich in ihrer Arbeit eingehend mit dem Begriff „Teaming“. Es beschreibt eine Situation, in der Menschen vorübergehend aufeinander treffen, um ungewöhnliche und dringende Probleme zu lösen. Das beste Beispiel dafür ist die Rettung von 33 Bergarbeitern 2010 in Chile. Spezialisten aus aller Welt wurden eingeflogen, um ad hoc gemeinsam für Lösungen zu sorgen.

Teaming: „Teamwork on the fly“

Teaming erfordert die Entwicklung von affektiven und kognitiven Fähigkeiten. Durch verteilte Führung soll Teaming Wissen und Know-How erweitern, damit Unternehmen und Kunden einen Wert erfassen können,“ so beschreibt Edmondson Teaming in ihrem gleichnamigen Buch. 

Dabei habe Teaming, anders als Teamwork, keinen statischen Kern, sondern sei viel mehr ein Verb — eine dynamische Aktivität. Es wird von den Praktiken der Teamarbeit bestimmt, nicht von ihren Strukturen. Es verlangt nach Zusammenarbeit ohne dass es stabile Aufgabenverteilungen auf bestimmte Personen gäbe, da Prozesse nicht von Arbeitern abhängig sein dürfen. Beispiele sind Krankenhäuser, Kraftwerke, Feuerwehr: Wenn einer fehlt, muss trotzdem alles funktionieren. Einzelpersonen müssen ersetzbar sein.

Auch außerhalb von Extremsituationen erfreut sich Teaming in Unternehmen an steigender Beliebtheit. Grund dafür ist ein sich stetig änderndes Arbeitsumfeld, Aufgaben, die sich weiterentwickeln und Mitarbeiter, die nur temporär dabei sind oder regelmäßig in Abteilungen rotieren: Etwa wenn Teammitglieder am einen Tag in einer Abteilung eingesetzt werden und am nächsten Tag vielleicht in einer ganz anderen gebraucht werden. Diese Flexibilität und Fließkraft innerhalb von Organisationen in Bezug auf Arbeitskräfte erfordert ein hohes Maß an Struktur, Transparenz und Anpassungsfähigkeit. Ein Level von Teamwork, dass in jeder Organisation gut aufgehoben ist.

Die Vorteile von Teaming

Bei Teaming arbeitet man in Gruppen in einem Verhältnis, das zielgerichtete und effiziente Projektarbeit ermöglicht, die aber trotzdem auf Flexibilität aufbaut. Man identifiziert wie beim Teamwork wichtige Mitarbeiter und deren Stärken, Werte und Bedürfnisse, und arbeitet in bester Einbindung dieser miteinander an gemeinsamen Zielen.

Es geht vor allem darum, möglichst schnell gute Beziehungen aufzubauen, welche die Zusammenarbeit verbessern. Dabei versucht man prinzipiell seine Fähigkeiten passend selbstständig so einzubringen, dass die Teamziele möglichst effektiv erreicht werden können. Teaming basiert auf drei Kernelementen:

  1. Neugierde.

    Ein gewisses Maß an Entdeckergeist ist gefragt, um schnell herauszufinden, was andere wissen, brauchen und können. Lernbereitschaft ist dabei äußerst wichtig.

  2. Empathie

    Mit Empathie wissen wir, welche Fragen wir stellen müssen, um den anderen aus seinem Geist heraus zu verstehen — seine Gefühle und Bedürfnisse zu spüren und konfliktfrei zu kommunizieren.

  3. Selbsterkenntnis

    Ein klarer Verstand und sehr gute Selbsteinschätzung sind unumgänglich, um sich schnell in ein Team einzufügen. Man sollte seine Emotionen im Griff haben und seine Fähigkeiten und Werte richtig einschätzen können, um relevante Entscheidungen zu fällen.

So holt man Teaming ins Team

Wie nutzt man die Vorteile von Teaming in einer bestehenden Arbeitsgruppe? Wie alles im Leben ist auch dies ein Prozess. Hier sind einige Eigenschaften, an welchen man sich orientieren kann — integriert man diese Bullet Points in seinem Team, ist man auf dem besten Weg zu einer stärker zielgerichteten Arbeitskultur.

  1. Chefs sehen sich als „Gärtner“
  2. Das Team hat klare Absichten und Prioritäten
  3. Jeder weiß, wie er mit dem anderen gut zusammenarbeitet
  4. Selbstverantwortung, Respekt und Vertrauen sind wichtige Werte
  5. Transparenz ist unumgänglich: Jeder Beteiligte sollte jederzeit das holistische Ganze sehen
  6. Die Teammitglieder verfügen über ein hohes Maß an Mitgefühl und Inklusivität
  7. Je diverser und interdisziplinärer das Team, umso besser
  8. Verlieren gibt es nicht: Ehrgeiz treibt an
  9. Teams werden durch Persönlichkeit, nicht durch Macht geführt

Noch mehr der Eigenschaften und Pros und Cons über Teaming finden sich bei Expertin Amy Edmondson selbst — etwa in ihrem anregenden TED Talk „How to turn a group of Stranges into a team.“

Teaming bei teamazing

Kaum ein Thema ist uns bei teamazing wichtiger, als ein gutes Teamwork und ein mitreißendes Teamgefühl. Jeder Mitarbeiter kann eigene Ideen für teamazing einbringen — seien es neue Erlebnisbuilding-Aufgaben, außergewöhnliche Marketing-Aktivitäten oder neue Produktformate. Das an sich, ist ja noch nicht besonders. Spannend wird es dann, wenn die Mitarbeiter nach einem Zielgespräch mit dem Team, selbst ihre Projektteams aufstellen und als Projektleiter die Verantwortung über ihre Idee übernehmen. Bei uns ist das bereits dermaßen selbstverständlich, dass sich bei uns fast jede Tätigkeit innerhalb eines Projektes abspielt. Die Mitarbeiter können dabei auch selbst entscheiden, was aktuell die höchste Priorität hat.

 

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Das Vertrauen in den gemeinsamen Nordstern ist dabei essentiell

Teaming und Selbstorganisation funktioniert unserer Meinung nach nur, wenn alle ein gemeinsames Ziel und eine gemeinsame Vision haben. Das sorgt dafür, dass Meinungsverschiedenheiten oder Prioritätskonflikte nahezu immer in einer konstruktiven und für alle Beteiligten motivierenden Lösung münden. Neben einer gemeinsam ausformulierten Vision, ist das Vertrauen darauf, dass auch wirklich alle diese Vision unterordnen, genauso wichtig. Nur dann ist Teaming unserer Meinung nach wichtig. Das „Warum“ einer Organisation ist Motivator und Filter gleichzeitig.

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